Forschungsgutachten zur Ausbildung der Psychotherapeuten - Bremer Kammer diskutiert Zukunftsfragen der Psychotherapieausbildung

17.02.2009: 27. April, 20 Uhr - PKHB- Forum "Zukunft der Psychotherapieausbildung" im Fortbildungszentrum der Ärztekammer, Klinikum Bremen-Mitte, St.-Jürgen-Str.

Ende März wird die "Arbeitsgruppe Forschungsgutachten" die Ergebnisse ihrer Erhebungen im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums vorlegen. Insgesamt sieben Fragestellungen geht dieses Forschungsvorhaben nach. Sie lauten

• Ein Beruf - zwei Berufe (Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsycho-therapeut)

• Zugangsvoraussetzungen für die psychotherapeutischen Ausbildungen (Studiengänge, Kompe-tenzprofile) und deren Überprüfung

• Ausbildungsstruktur (Verortung, Ausbildung, Weiterbildung)

• Aufsicht, Qualitätssicherung, Kontrolle, Zertifizierung (Ausbildung und Ausbildungsstätten, Bedeu-tung der Hochschulen)

• Ausbildungsbausteine (Theorie, Selbsterfahrung, Praktische Tätigkeit und Praktische Ausbildung, Supervision, "Freie Spitze", Prüfungen)

• Schwerpunktausbildung (orientiert an Psychotherapieschulen, orientiert an psychischen -Störungen, andere Konzeptionen)

• Medizinorientierung (Inhalte, formale Kompetenzen wie Medikation, Krankschreibung, Einweisung usw.)

In den zurückliegenden Monaten hat innerhalb der Bremer Kammer die Diskussion dieser Fragen begonnen. Im Fort- und Weiterbildungsausschuss, in zwei Treffen des Kammervorstandes mit den vier Bremer psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten und im Kammervorstand selbst wurden einzelne Aspekte dieser Fragestellungen diskutiert. Dabei zeigt sich, dass es durchaus unterschiedliche Sichtweisen und Bewertungen gibt. Während eine deutliche Übereinstimmung darin besteht, dass der Zugang zur Ausbildung für beide Berufe im Rahmen der neuen Bachelor-, Masterhochschulabschlüsse nur mit einem Masterabschluss zulässig sein und die Ausbildung verfahrensorientiert beibehalten werden soll, wurden auch unterschiedliche Auffassungen - etwa bezüglich künftiger Anforderungen an den psychotherapeutischen Beruf - sichtbar.
Beispielhaft wird dies deutlich in den Statements von der stellv. Präsidentin Dr. Isabel Bataller und des Präsidenten Karl Heinz Schrömgens im Rahmen eines Panels, das von der Arbeitsgruppe For-schungsgutachten am 28.01.09 in Berlin veranstaltet wurde. Der Kammervorstand hatte beiden Repräsentanten ermöglicht, ihre jeweilige spezifische Sichtweise zu Einzelfragen der obigen Fragestellungen gegenüber der Arbeitsgruppe Forschungsgutachten zu vertreten. Die beiden Statements hängen als Dokumentation zum Download an.
Der Vorstand der PKHB möchte diese Themen vertieft diskutieren und lädt deshalb zu einer Diskussi-onsveranstaltung im Rahmen ihrer Forumsreihe ein.

"Zukunft der Psychotherapieausbildung"


mit

Dr. Karsten Münch, Bundesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychothe-rapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT)
Prof. Rainer Richter, Präsident der Deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT) und Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Prof. Monika Wagner-Haase, Vorsitzende des Norddeutschen Institutes für Verhaltenstherapie

Moderation: Dr. Isabel Bataller Bautista

Montag, 27. April 2009 - 20 Uhr


Fortbildungszentrum der Ärztekammer, Klinikum Bremen-Mitte, St.-Jürgen-Str.

Für diese Veranstaltung werden 2 Fortbildungspunkte vergeben.

Bitte melden Sie sich in unserer Geschäftsstelle an:

Verwaltung@pk-hb.de - Fon: 0421 / 2772000 Fax: 0421 / 2772002

Zugehörige Dateien:
Statement von Isabel Bataller Bautista zum Panel "Zukunft der Psychotherapieausbildung" am 28.01.09 in BerlinDownload (22 kb)
Statement von Karl Heinz Schrömgens zum Panel "Zukunft der Psychotherapieausbildung" am 28.01.09 in BerlinDownload (22 kb)
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