Pressemitteilung
31.05.2008: Senatorin Rosenkötter eröffnet Psychotherapeutentag in Bremen
Mit Grußworten der Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter und des Bremer Kammerpräsidenten Karl Heinz Schrömgens wurde heute am Samstag in Bremen der 12. Deutsche Psychotherapeutentag, das oberste Parlament der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Deutschland, eröffnet.
Die Anti-Folter-Proklamation, die heute verabschiedet werden soll, sei "für alle Mitglieder von Heilberufen von großer Bedeutung" und künde von der gesellschaftlichen Verantwortung, die Psychotherapeuten bereit sind zu übernehmen, so Senatorin Rosenkötter.
Deutlich sprach sie sich gegen die unbezahlte Beschäftigung von Psychotherapeuten im Rahmen ihrer Ausbildung in psychiatrischen Einrichtungen aus und wertete diesen Vorgang als "Ausbeutung". Sie forderte eine bundeseinheitliche Regelung für eine angemessene Vergütung, auch wenn dieses zu Mehrkosten in den Ausbildungsstätten führt.
Herr Schrömgens beschäftigte sich mit der psychotherapeutischen Versorgungssituation im Land Bremen und prangerte insbesondere die katastrophalen Versorgungsmängel in der Stadt Bremerhaven an, in der zahlreiche Kinder und Jugendliche unbehandelt bleiben.
Der Psychotherapeutentag wurde fortgesetzt mit dem Bericht des Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer Prof. Rainer Richter an die Versammlung. Dem schloss sich eine rege Debatte an. Im Mittelpunkt des Tages steht das Grundsatzpapier "Perspektiven 2011 - Eckpunkte der Deutschen Psychotherapeutenschaft".
