Gemeinsame Pressemitteilung von DAK, PKN und PKHB: Schnelle Hilfe für psychisch Kranke in Niedersachsen und Bremen
26.08.2008: DAK verbessert psychotherapeutische Behandlung/ Netzwerk von Psychotherapeuten und Psychiatern arbeitet schon
Hannover, 25. August 2008. Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen, Suchterkrankungen oder körperlichen Beschwerden, die durch seelische Leiden entstehen. "Ein großer Teil der Betroffenen erhält noch immer keine angemessene Behandlung", sagt Hans-Joachim Mahlke, Vertragschef der DAK. "Oftmals werden Menschen ins Krankenhaus eingewiesen, obwohl eine ambulante psychotherapeutische Behandlung notwendig gewesen wäre." Seit kurzem haben sich deshalb Psychotherapeuten, Psychiater und die DAK aus Niedersachsen und Bremen zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den Hausärzten werden jetzt die Patienten überwiegend in ihrer gewohnten Umgebung betreut - Krankenhauseinweisungen sollen die Ausnahme bleiben.
"Wir versprechen uns ein umfangreiches Leistungsangebot im ambulanten Bereich, damit wir die Patienten dort behandeln, wo der psychotherapeutische Erfolg am nachhaltigsten gesichert werden kann", sagt Werner Köthke, Mitglied des Vorstandes der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen. Laut dem DAK Gesundheitsreport 2008 für Niedersachsen und Bremen stehen die psychischen Erkrankungen auf Rang vier bei den Krankheitsarten mit den größten Anteilen an Arbeitsunfähigkeitstagen. Besonders bei Männern sind die Fehltage in den letzten sieben Jahren um 19 Prozent gestiegen. Wichtigste Einzeldiagnose: Depression.
Zukünftig wird behandlungsbedürftigen Patienten ein zeitnaher Therapiebeginn innerhalb von 14 Tagen garantiert. Durch das Netzwerk von Ärzten und Psychologen werden unnötige Klinikaufenthalte unterbunden. Und regelmäßige Qualitätszirkel garantieren eine stabile Versorgung in der Region. "Damit ist sichergestellt, dass DAK-Patienten eine optimale Qualität bei ihrer Therapie bekommen", sagt Dr. Lothar Wittmann, Präsident der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen. Das Gesundheitsprogramm zur Behandlung psychisch kranker Men-schen gehört zu den neuentwickelten medizinischen Versorgungsprojekten der DAK. Schon seit 2006 arbeiten 50 Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie in dem Projekt. "Durch die jetzige Einbindung der Psychotherapeuten schließt sich der Kreis in der flächendeckenden ambulanten Behandlung", erklärt Joachim Mahlke von der DAK. Für die DAK Landesgeschäftsführerin Regina Schulz ist das Behandlungsnetzwerk ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Vernetzung bislang weitgehend von einander abgeschotteter Versorgungsbereiche. "Wir wollen eine Qualitätspartnerschaft zum Wohle der Patienten", sagt die Landeschefin. Die DAK ist bei der Entwicklung neuer integrierter Versorgungsmodelle mit über 375 Verträgen Marktführer in Deutschland.
