Treffen der Vorstände der norddeutschen Psychotherapeutenkammern

09.12.2016: Anfang Dezember fand erneut das traditionelle Treffen der Vorstände der „Nordkammern“ statt. Dazu zählen die Kammern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

"Nordkammervorstände" bei der Arbeit

Eingeladen als gastgebende Kammer hatte die PKN nach Hannover. Kammerpräsident Roman Rudyk begann das Treffen mit einer Führung durch die neuen Räume. Er zeigte sich sehr zufrieden, dass es gelungen sei, großzügig geschnittene Räumlichkeiten zu finden, so dass sogar die eigene Kammerversammlung mit ca. 40 Delegierten/innen dort tagen kann. Diese Treffen, die in der Regel alle zwei Jahre stattfinden, dienen dem Kennenlernen auf Vorstandsebene und der besseren Vernetzung. In der Vergangenheit waren in diesem Rahmen wichtige Kooperationsprojekte wie z.B. der Psychotherapeutensuchdienst www.psych-info.de aus der Taufe gehoben worden.

Der Freitagnachmittag war dem Arbeiten vorbehalten. Jede Kammer hatte Themen eingebracht, die aus ihrer Sicht für Kooperationen geeignet sind. Die bremische Kammer hatte die Vorschläge eingebracht, ein gemeinsames Fortbildungscurriculum für die Qualifizierung zum/r Forensischen Sachverständigen zu entwickeln und eine gemeinsame Liste der Forensischen Sachverständigen zu führen. Der erste Vorschlag fand Zustimmung, die niedersächsische Forensik- Kommission der Kammer wird dies vorbereiten und zu einer Arbeitsgruppe einladen. Eine gemeinsame Liste der Sachverständigen zu führen, wurde als nicht realisierbar erachtet, da in den Landeskammern unterschiedliche Rechtsvorgaben existieren würden. Eine Lösung könnte die gegenseitige Verlinkung der Angebote auf der jeweiligen Kammer- Webseite sein. Weitere Themen u.a. waren die Weiterentwicklung von Psych-Info, Kooperationen bei der Ausgabe on Heilberufsausweisen, die Aufgabenstellung bei Fachsprachprüfungen, Austausch über das jeweilige Beschwerdemanagement und die psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen. Die PK Hamburg informierte über einen Beschluss der Bürgerschaft, durch den im Rahmen eines Integrationsfonds ein Dolmetscherpool für die psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten und psychisch kranken Flüchtlingen eingerichtet wurde, der mit 150.000 Euro für die Übernahme von Dolmetscherkosten ausgestattet wurde. Ausgehend von dieser Anregung sprach die PK Bremen die gesundheitspolitisch Verantwortlichen der Regierungsparteien an, um Ähnliches für Bremen auf den Weg zu bringen.

Das Nordkammertreffen schloss ab mit einem gemeinsamen Abendessen, das von der niedersächsischen Kammer ausgerichtet wurde und für einen angeregten Gedankenaustausch und zum persönlichen Kennenlernen genutzt wurde.