Beschwerdemanagement der Psychotherapeutenkammer

Beschwerden von Patientinnen und Patienten, die sich auf die Berufsausübung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beziehen, werden von der Kammer aufgenommen und in einem geregelten Verfahren bearbeitet. Bei Beschwerden muss es sich um Angehörige der Psychotherapeutenkammer Bremen handeln, d.h. um Psychologische Psychotherapeuten/innen oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/innen,die im Land Bremen praktizieren. Bei Beschwerden über ärztliche Psychotherapeuten ist die Ärztekammer zuständig, bei Beschwerden von Berufsangehörigen in Niedersachsen ist die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen die Ansprechpartnerin.

Psychotherapeuten und Psychotherapeuten unterliegen in ihrer Berufsausübung bestimmten Vorgaben und Verpflichtungen. Diese sind geregelt in der Berufsordnung der Psychotherapeutenkammer Bremen. Verstößen gegen diese Berufsordnung geht die Psychotherapeutenkammer Bremen im Rahmen ihres Beschwerdemanagements nach.

Beschwerden. die sich auf die Berufsausübung von Kammerangehörigen beziehen, werden dem Ausschuss für Beschwerden und Schlichtung vorgelegt. Dieser fordert zunächst zeitnah eine Stellungnahme von dem Kammermitglied ein, auf das sich die Beschwerde bezieht. In der Regel ist es erforderlich, dass eine Schweigepflichtentbindung von dem/r Patienten/in für den belasteten Kammerangehörigen erteilt wird, damit er sich zu den Vorwürfen äußern kann. Auch Beschwerden von Dritten wird nachgegangen.
Nach einer inhaltlichen Prüfung aller Aussagen und gegebenenfalls einer Anhörung durch den Ausschuss gibt der Ausschuss eine Beurteilung ab. Wenn er eine berufsrechtliche Verfehlung für gegeben sieht, gibt er eine entsprechende Empfehlung an den Kammervorstand, der dann eine berufsrechtliche Maßnahme ausspricht.
Bei geringfügigen Vergehen kann die Kammer folgende Maßnahmen treffen:

  • Schriftliche Rüge
  • die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro verbunden werden kann, die an die Kammer zu zahlen ist.

Bei schwerwiegenderen Vergehen beantragt die Kammer die Eröffnung eines berufsgerichtlichen Verfahrens. Dieses findet vor dem Berufsgericht für die Heilberufe bzw. im Berufungsverfahren vor dem Gerichtshof für die Heilberufe statt. Diese Gerichte entsprechen dem Verwaltungsgericht bzw. dem Oberverwaltungsgericht. Vorgesehene berufsgerichtliche Maßnahmen bei Vorliegen eines Vergehens sind:

  • Verweis
  • Geldbuße bis zu 25.000 Euro
  • Entziehung des aktiven und passiven Berufswahlrechtes
  • Feststellung, dass der Beschuldigte unwürdig ist, den Beruf eines Psychotherapeuten auszuüben, d.h. Verlust der Approbation als Psychotherapeut

Beratung durch die Kammer möglich

Patientinnen und Patienten können sich auch vor der Einlegung eines Beschwerde, falls sie sich unsicher darüber sind, ob das Verhalten des/r Psychotherapeuten/in korrekt war, von der Kammer telefonisch oder persönlich beraten lassen.

Kontakt hier

Mitglieder des Ausschusses Beschwerde- und Schlichtung

Zugehörige Dateien:
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